29.08.2017
Carrie

Und da haben sie vorbeigeschaut… die Wechseljahre!

Es war kein schneller oder eindeutiger Prozess, es schlich sich langsam ein. Ich merkte, wie meine Stimmung sich verändert. Ich war schneller als sonst aggressiv, beleidigt und deutlich unzufrieden. Hinzu kam auf einmal eine sich nach oben bewegende Zahl auf der Waage, ohne das ich etwas änderte. Ich fühlte mich auf einmal anders an und wusste gar nicht was los war?!?

Und als mir dann auch im Winter heiß wurde (obwohl ich eigentlich eher immer zum frieren tendierte), war der Weg zur Ärztin angesagt. Da ich Mitte 40 war, hat meine Gynäkölogin gleich mehrere Werte getestet und da war es, das Wort: Wechseljahre.

Frau schaut schockiert in die Kamera

Irgendwie habe ich da gar nicht so drüber nachgedacht und mich auch nicht groß mit dem Thema beschäftigt. Im Internet fand ich dann eine Liste mit möglichen Symptomen und mir wurde klar, mich hat es voll erwischt, ich gehöre zu dem Drittel, das es voll abbekommt!

Meine Symptome: Gelenkschmerzen, Hitzewallungen, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Blasenentzündungen, Scheidentrockenheit …

Es ist nicht nur das – ich frage mich auch, wie lange dauert das jetzt eigentlich? Bis zu 10 Jahre habe ich dann gelesen, diese Vorstellung finde ich unglaublich!

Ich muss doch auf der Arbeit und zu Hause weiterhin normal funktionieren, bekomme ich das hin? Die letzten Monate waren schon ein Desaster.

Ich sage mir die ganze Zeit: „Du schaffst das schon!“ „Es wird schon.“ „ Lass Dich nicht unterkriegen.“ Aber eigentlich habe ich das Gefühl es funktioniert nichts mehr, und ich bin hilflos und panisch.

Wirkt sich das auf meine Beziehung aus? Wie gehen meine Kinder damit um? Kann ich auf der Arbeit alles schaffen? Was, wenn alle nur noch genervt von mir sind oder meine Beziehung daran zerbricht? Ich habe totale Panik …

Ich hoffe, ich schaffe das und werde weiter berichten. Kennen Sie das auch? Wie ist es Ihnen ergangen? Haben Sie ein paar Tipps für mich?

Ihre Carrie



6 Kommentare

  • Pembe sagt:

    Hallo! So ähnlich begann es bei mir vor etwa zwei Jahren. Auf der Arbeit bekam ich- jetzt weiß ich es- meine erste Hitzewallung. Eine ältere Kollegin bemerkte es und meinte: „..willkommen im Club!“ Mittlerweile bin ich 50 und habe das Gefühl, das Leben schleicht sich unaufhaltsam aus mir heraus. Diese Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, nicht zuletzt der körperliche Verfall, die Angst vorm Alter machen mir zunehmend zu schaffen. Trotz der Einnahme eines homöopathischen Präparates , geht es mir oft sehr schlecht u. ich kann einfach nur heulen . Wer weiß einen Rat ..?

  • Silvia Renzitti sagt:

    Zwischen Beruf und Haushalt.
    Kinderarzttermin und Einkauf für das Wochenende .
    Irgendwann geht auch Multitasking nicht mehr.
    Nun stand ich da mit Tränen in den Augen und dachte, wie soll ich das mit 60 machen, wenn 50 schon ein Problem ist.
    Gleichzeitig wird mein Papa 75 und ich ärgere mich über ihn, er will einfach nicht alt werden und schaut den Frauen u 30 hinter her.
    Meine Zwillinge sind noch in der Pupertät und ich leide jetzt wirklich mit ihnen.
    Ich habe meine Mädchen zu einem Gespräch gebeten und ihnen nahe gelegt , wenn ich komisch werde, dann müsst ihr mir das sagen, mit Humor.
    Wenn ich euch um Hilfe frage, bitte helft mir den ich muss es jetzt schon lernen, um Hilfe zu fragen.
    Ich schwitze nun täglich und manchmal stündlich.
    Mein Kleiderschrank wurde meiner Wärme angepasst.
    Ungelogen. Ich schlafe auf dem Sofa. Wenn ich nachts aufwache und nicht mehr schlafen kann, schaue ich fern.
    Ich erledige nicht mehr alles an einem Tag.
    Jeden Tag eins.
    Ich habe meinen Arbeitgeber informiert. Ich mache zwischendurch kleinere pausen und bleibe dafür länger.
    Das schöne an diesem Alter ist für mich.
    Ich bin gelassener.
    Meine grauen Haare passen zu meinem Gesicht.
    Wir haben einiges geleistet und nu müssen wir lernen auf uns acht zu geben.
    Wenn ich an der Kasse stehe und so ein Schub bekomme, nehme ich mein Fächer raus und fächer eben. Die Menschen um mich Rum schauen mich an und denken….
    Die hat Mut. ..
    Bestimmt denken sie was anderes. Aber das ist mir egal.
    Ich bin gesund und leide einfach nur am Wechsel der Jahre.
    Gönnt euch Ruhe und nehmt euch Zeit für euch.
    Fordert in der Familie ein was ihr braucht.
    Verliert nicht euren Humor.
    Alles Gute für euch .

  • Ulla Reckels sagt:

    Oh jaaaaa das war bei mir alles genauso. Ich bin jetzt 56 Jahre und muss sagen, das es mit den Hitzewallungen besser geworden ist. Doch Blasenentzündungen hab ich des öfteren. Am schlimmsten finde ich die Scheidentrockenheit, da weiss ich mir nicht mehr zu helfen. Aus Stimmungstiefs schaffe ich es ziemlich gut mich selbst daraus zu holen. In dem ich mir immer wieder dage das es schlimmeres gibt und das ich da eben durch muss. Ja ich hätte nie geglaubt das sich die wechseljahre so extrem anfühlen. Da ich eigentlich immer ein positiv denkender Mensch bin. Wenigstens bekomme ich keine Regelblutung mehr. Das ist ja schon was,oder?😊

  • Tiffany sagt:

    Wechseljahre recht und gut, wenn nur diese blöden Schlafstörungen nicht wären. Jede Nacht zwischen 2 und 3 h geht’s los mit wach liegen. Schön, wenn dann um 5.23 h der Wecker klingelt und Frau mit geschwollenen, kaum auf zu bekommenen Augen aufstehen und Arbeiten gehen muss. Ich freue mich immer so auf fen Freitag, um samstags den Schlaf nachzuholen. Abgesehen davon, dass man sich zu 2/3 bewegen und nur 1/3 essen sollte. Auf Süßes sowieso ganz verzichten. Und dann noch dieses Ziehen im Unterleib, so als ob man seine Tage bekommt, die aber gar nicht mehr kommen. Ober evtl.mal alle sechs Monate unverhofft vorbei schauen. Dazu kommen noch die depressiven Verstimmungen, Empfindlichkeit des Gemütszustandes und Angstzustände und Zukunftsängste. Hitzewallungen hab ich zum Glück nicht, liegt wahrscheinlich doch am Jahrzehnte langen Verzehr von Sojajoghurt. Letztes Jahr hatte ich noch Zahnfleischprobleme, schön abwechselnd einmal oben, dann wieder unten. Und nicht zu vergessen, ein paar Mal auch noch Blasenentzündung.
    Zu guter Letzt noch die Veränderungen im Unterstüble, als ob da was abbremsen würde, während des Verkehrs.
    Das alles hat so mit 48 angefangen und jetzt bin ich fast 51.
    So, jetzt geht’s eine Stunde auf den Stepper.

  • Yvonne Schmidt sagt:

    Moin Moin , ich bin jetzt 47 , und seid längerem habe ich auch diese Hitzeschübe, darüber hinaus, Haarausfall, was mich extrem belastet! Hautjucken an den Oberarmen nerven dann auch noch😖 Und die Haut wird zunehmend trockener. Ich habe bald einen Termin beim Frauenarzt um die Hormone zu testen. Ich hoffe das der mir nun endlich helfen kann. Das macht einen ja ganz kirre😟

  • Helga John sagt:

    Hab sie schon seit ich 51 bin und es ist alle 3 bis 4 Wochen anders manchmal depri manchmal in ein Loch verstecken
    Dann geht einem alles auf die Nerven und jedes Wort ist zu viel.Auch vermisse ich dann sehr meinen Papa und meine Mutter die leider nicht mehr bei uns sind.Wenn dann es zwickt oder irgendwo weh tut hab ich Angst krank zu sein .Habe auch Schlafstörungen und werde oft in der Nacht wach und meine Gedanken lassen mich nicht schlafen. Wie lange hat man denn die Wechseljahre hoffe nicht zu lange
    Grüsse Helga