10.07.2017
Christiane Kolb

Mehr Lust auf Lust und Liebe – wir verraten, wie’s gehen kann!

Liebe Leserinnen,

auf unserer Partnerseite www.natuerlich-lust.de finden Sie einen spannenden Text von Christiane Kolb zum Thema „Lust und Wechseljahre“. Frau Kolb ist Referentin und Beraterin für Sexuelle Bildung aus Hamburg und beschreibt in ihrem Text, welche Auswirkungen die körperlichen – und psychischen – Veränderungen in der Zeit des Wechsels auf unsere Sexualität haben. Ihr Fazit: Eine positive Einstellung zum eigenen Körper hilft in den Wechseljahren – das gilt auch für die Libido. Im nun folgenden zweiten Teil des Artikels wird Frau Kolb konkreter und verrät, was Sie selbst tun können, um Ihrem Liebesleben neuen Schwung zu verpassen. Unten steht dann auch der Link zum ersten Teil ihres Textes.

Die Zukunft: Lassen Sie Raum für Lust und Liebe

Das Credo aller Experten ist: die Lust bleibt – wenn man sie dazu einlädt. Darum sollten Sie jetzt nur noch mehr Platz für ein Leben mit allen Sinnen einräumen. Alles, was Ihnen körperlich gut tut, ist jetzt wichtiger denn je: regelmäßiger Sport, aber nicht Fitnesswahn, bewahrt die Figur und verhilft zu einem guten Körpergefühl. Eine Studie zeigt sogar, dass Yoga die Lustfunktion von Frauen in der Menopause verbessert – Libido, Erregung, Zufriedenheit und mehr. Pflegen Sie sich, äußerlich wie innerlich. Wenn Ihr Partner einigermaßen offen ist, sollten Sie ihm erzählen, wie es Ihnen geht. Denn nur wenn ein Mann weiß, wie es der Partnerin geht, kann er einfühlsam reagieren. Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass auch er nicht jünger wird? Er hat ähnliche Sorgen, wenn auch sein „Wechsel“ in die nächste Lebensphase nicht so ruckelig verläuft.

Und auch wenn es banal klingt, üben Sie. Auch im Bett muss man in Übung bleiben – sogar die sexuellen Organe lieben es, trainiert zu werden, es verbessert die Durchblutung und Sensibilität. Pflegen Sie sexuelle Gedanken (ja, einen gut aussehenden Mann kann man in jedem Alter schätzen), tauschen Sie prickelnde, lustvolle oder auch mal anzügliche Ideen mit dem Partner aus. Vielleicht kann ein Film, eine Szene oder ein Buch der Anlass sein? Sexualität muss man pflegen, damit sie zu Gast bleibt im Leben. Intimität heute wirkt wie ein Antrieb fürs nächste Mal, Perfektion ist fehl am Platz. Stärken Sie Zärtlichkeit und Vorspiel, Sex ist mehr als „Verkehr“. Das finden auch Männer: Einer Studie zufolge wird die Nähe und Zärtlichkeit nun auch dem männlichen Part immer wichtiger! Darum die Ermutigung: Sie selbst sind der Motor Ihres Sexuallebens.

Paerchen_im_Wechsel

Ein letztes PS: Nutzen Sie Ihre Chancen

Manches wird anders, jedoch längst nicht alles. Man durchläuft die Veränderung wie jeden „Wechsel“ im bisherigen Leben: mit einem wehmütigen Abschied, einer Orientierungsphase und neuen Aussichten. Natürlich ist, ganz ehrlich, jetzt das Älterwerden dran, was nicht nur lustig ist. Aber auch hier steht nicht der Rückschritt im Vordergrund, sondern es geht wieder um Wachstum – wenn man es erkennt. Vielleicht sehen Sie Ihre späte kleine Pubertät auch mal mit einem Augenzwinkern?

Und es gibt auch Chancen, nutzen Sie den anstehenden Wechsel doch auch für die Sexualität und Partnerschaft. Denn spätestens jetzt ist es noch einmal Zeit, Automatismen in Liebe und Bett zu hinterfragen: Machen Sie es niemandem mehr recht außer sich selbst. Gibt es im Alleingang vielleicht noch etwas zu erforschen? Vielleicht irritiert es Ihren Partner – aber lieber jetzt als nie. Wahrhaftige Lust wird auch er besser genießen als gespielte Erregung. Die Zeit – und Sie – sind reif dafür. In diesem Sinne!

Ihre Christiane Kolb

Und hier kommt wie versprochen der Link zum ersten Teil des Artikels.