24.07.2017
Valerie Müller

Frauen schwitzen nicht, Frauen transpirieren! So kleiden Sie sich richtig bei Hitzewallungen

„Manche mögen’s heiß!“ Während dieser Spruch für Hollywoods Filmklassiker mit Marilyn Monroe, Tony Curtis und Jack Lemon durchaus seine Berechtigung hat, so wünschen sich die meisten Frauen in den Wechseljahren eher ein kühles „Schweiß lass nach“.

Besonders lästig finde ich Hitzewallungen, die sich anfühlen, als würde man in einem Backofen stecken. Bei 250 Grad. Mit zugeschaltetem Grill.  Im Bonuspaket Hitzewallungen enthalten sind auch noch kostenlos ein rotes Gesicht, spontane Schweißausbrüche von Kopf bis Fuß, Schweißgeruch und Schweißflecken auf der Kleidung. Und je mehr man diese Ausbrüche fürchtet, umso eher sind sie da.

Mein Seiden-Desaster
Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem ich einen Vortrag vor 400 Menschen halten sollte. Besonders schön wollte ich aussehen und gleichzeitig erfolgreich und kompetent wirken. Also kaufte ich mir einen Anzug aus Seide. Seide sieht edel aus, trägt sich leicht wie ein kühler Hauch auf der Haut und verleiht dem Träger eine Aura von Klasse und Erfolg. So hatte ich das zumindest vor.

Mein Seidenoutfit erweckte diesen Eindruck leider nur so lange, bis die Scheinwerfer auf mich gerichtet und die Fenster geschlossen wurden. Das zunehmende Lampenfieber und die holpernden Hormone leisteten dann den Rest: Mir wurde warm. Ich fühlte, wie sich an meiner Schläfe kleine Schweißperlen bildeten, die der Schwerkraft folgend mein Gesicht hinunterrannen. Mein Gesicht rötete sich, und da ich dummerweise mein Haar offen trug, bildeten sich kleine Schweißrinnsale, die meinen Nacken entlang und schließlich wie ein kleines Bächlein den Rücken hinunterliefen. Und während ich noch versuchte, meine Anflüge von Panik in den Griff zu bekommen, produzierten meine Achseln Unmengen von Schweiß, der meinem edlen Seidenoutfit traurige dunkle Ränder verpasste. Ich wünschte mir, im Boden zu versinken.

Meinen Vortrag brachte ich dennoch erfolgreich zu Ende, aber mein Seidenoutfit war ruiniert. Dunkle Flecken am Rücken, an den Achseln und an den Beinen lehrten mich, dass EIN Stoff bei Hitzewallungen völlig ungeeignet ist: Seide!

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Die beste Kleidung bei Hitzewallungen
Wenn die Hitze wallt, tragen Sie lieber zwei bis drei dünne Kleidungsstücke im Zwiebel-Look übereinander. Sie können dann bei einer Hitzewallung schnell eine Jacke oder einen Pullover ausziehen und haben noch ein hübsches T-Shirt an. Wenn Ihnen kühler wird, ziehen Sie die übrigen Sachen wieder an.

Folgende Materialien und Helferlein halte ich bei Hitzewallungen für sinnvoll:

  • Der Klassiker: Kleidung aus reiner Baumwolle und Leinen
  • Atmungsaktive Freizeitkleidung. Sporthersteller produzieren inzwischen schicke Funktionskleidung. Sie transportiert den Schweiß von der Haut weg, sodass er verdunsten kann und die Kleidung trocken bleibt. Wichtig: Sie müssen unter dieser Kleidung auch Funktions-Unterwäsche tragen, sonst tritt dieser Effekt nicht ein.
  • Wer viel am Kopf schwitzt, sollte einen Look mit gemusterten Tüchern im Haar versuchen. Sie nehmen den Schweiß auf und lenken ab, wenn die Frisur schlappmacht.
  • Gönnen Sie sich einen Hauch Extravaganz und benutzen Sie Fächer! Die passen in jede Handtasche und sie haben sofort einen kühlen Hauch zur Hand, wenn Sie ihn brauchen. Das Gleiche leisten Miniventilatoren für die Handtasche.
  • Gegen Schweißflecken und Geruch gibt es spezielle Pads, die in die Kleidung geklebt werden können und den Achselschweiß aufsaugen.

Haben Sie Tipps für die ideale Kleidung bei Hitzewallungen? Dann freue ich mich auf Ihren Kommentar!

Ihre Valérie Müller

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