31.03.2017
Carrie

Digitalisiert

Ich hatte gerade einen Flashback und habe überlegt, wann ich denn mein erstes E-Mail-Account hatte? Und in meinem noch verschlafenen Gedanken dachte ich, es wäre gerade mal über 10 Jahre her, als ich revidieren musste, es sind deutlich mehr als 20 Jahre. Und die Entwicklung seitdem ist extrem schnell gewesen. Zuerst hatte ich einen Walkman, dann einen Discman und seit sehr langer Zeit einen MP3-Player, und da bin ich schon altmodisch! Wenn ich beim Laufen lieber einen mini kleinen MP3-Player verwende als mein Handy. Mein Handy nehme ich aber inzwischen auch schon, da Musik streamen doch viele Vorteile mit sich bringt.

Oder meine erste Kamera, da waren 36 Fotos schon viel und sehr teuer. Und heute besitze ich diverse Festplatten mit digitalen Bildern.

Oder mein erstes Handy, das mir förmlich -aus Sicherheitsgründen- aufgezwungen wurde, damit konnte man noch jemanden erschlagen, also das Sicherheitsgefühl war da ;).

Altes Handy - Mobiltelefon Urahn

Da konnte man nur 20 SMS speichern  – 10 raus,10 rein – und heute… Auch die Entwicklung: es wurde immer kleiner. Und jetzt hat man einen halben Computer in der Tasche, der sich auch so anfühlt. Aber erschlagen könnte man damit niemanden mehr.

Aber beruhigend finde ich, dass sich auch nicht mehr alles durchsetzt, die Google Glasses, die Apple Watch…

Durch meinen Beruf bin ich oft auf Forecasts, also Prognose-Veranstaltungen, wohin die Entwicklung in den nächsten Jahren geht. Ich sage dann immer, ach Quatsch niemals, aber die Entwicklung der letzten Jahre macht das alles gar nicht so unwahrscheinlich.

So gibt es zum Beispiel folgendes Szenario: Sie besitzen ein Smart Home. Ihr Smart Home registriert, dass es draußen sehr sonnig wird, also werden die Rollladen runter gelassen. Alle sind aus dem Haus, also wird der Saugroboter gestartet. Das an sich ist ja noch ganz nett… Aber dann… Ihr Smart Home registriert: in Ihrem Terminkalender steht: Oma kommt zu Besuch. Also bestellt Ihr Smart Home beim Bäcker den Lieblingskuchen von Oma. Dieser liefert eine Stunde später und kommt mit einem Iris Scan ins Haus und stellt den Kuchen ab. Danach kommt der Postbote und kann sich mit einer App Zugang verschaffen und das Paket direkt bis ins Wohnzimmer liefern.

So, und wenn Sie denken, das ist doch alles absurd… das gibt es schon! In Berlin gibt es Straßen, in denen der Postbote per App auf digitalisierte Haustürschlösser Zugriff hat und die Pakete in den Wohnungen abstellt.

Also, ich möchte das nicht! Aber anhand der Erfolglosigkeit der Google Glasses und der Apple Watch habe ich Hoffnung, dass sich nicht alles durchsetzen wird.

Und bis dahin nutze ich einfach die positiven Seiten der Digitalisierung und hoffe auf einen Allrounder-Roboter der mir den Hausputz abnimmt. Da kann es ruhig auch mal schneller gehen.

Ihre Carrie